Erschienen am 18. September 2009Der Bundesrat hat grünes Licht für die Verteilung von kostenlosem Obst und Gemüse an Schulen gegeben. Das Schulobstprogramm kostet die Länder 12,5 Millionen Euro.Der Bund hatte sich geweigert, sich finanziell daran zu beteiligen. Die Europäische Union stellt 90 Millionen Euro für Schulobst bereit. Davon können 12,5 Millionen an Deutschland gehen, wenn national in etwa die gleiche Summe beigesteuert wird. 40 Euro im Jahr pro Kind Auch wenn der Bundesrat jetzt zugestimmt hat, kann jedes Bundesland entscheiden, ob es sich an dem Schulobstprogramm beteiligen will oder nicht. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hatte darauf hingewiesen, dass es jährlich rund 40 Euro kostet, einem Kind ein Jahr lang täglich eine Portion Obst in der Schule zu geben. Günstige PräventionsmaßnahmeBei 50 Prozent EU-Beihilfe seien das noch 20 Euro an Kosten. "Eine günstigere Präventionsmaßnahme kenne ich nicht", erklärte die CSU-Politikerin. In einem guten Dutzend Dortmunder Schulen stehen bereits seit Februar 2007 jeden Tag Äpfel und Möhren in der Pause auf dem Tisch - mit großem Erfolg, wie Günter Eissing von der TU Dortmund sagte. "Die Kinder werden besser in der Schule." Hausmeister verteilt Das Obst und Gemüse verteile der Hausmeister in den Grundschulklassen. Die Kinder bereiteten es als Fingerfood zu. Wenn es kleingeschnitten sei, verzehrten die Kinder etwa 150 Gramm. Bleibe es am Stück, seien es nur 70 Gramm. |